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"Man kann niemals beweisen, dass und warum Philosophie nötig ist, jeder solche Beweisversuch missversteht schon die Philosophie. Aus dem gleichen Grunde ist es aber auch unmöglich zu zeigen, Philosophie sei überflüssig, und es sei an der Zeit, sie abzuschaffen bzw. sie nicht aufkommen zu lassen. Wer solches betreibt, liefert den gländzendsten Beweis dafür, dass er jedenfalls von dem gar nicht spricht und zu handeln vermag , was er nur herabsetzend im Munde führt, von der Philosophie"
M. Heidegger, Schellings abhandlung Úber das Wesen der Freiheit (1809),Niemeyer 1971, S. 12 Supra |
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Meine Damen und Herren,[...] Glauben Sie bitte nicht, dass ich etwa besser als Sie sähe, nur weil ich schlechter höre. [...] Die griechischen Theorien waren kurzsichtig, weil die Griechen schwerhörig waren. Die Stimme, die in den jüdischen Schriften zu Wort kommt, reichte nicht weit, weil die Juden kurzsichtig waren. [...] Was ich ihnen mitteilen wollte, war also dieses: seitdem ich einen Hörapparat besitze, sehe ich die Welt anders. [...] Wenn Sie auf die Welt hinhören, dann werden Sie merken, dass ihre Geräusche instrumentiert sind. Nicht ein weißes Summen kommt in die Ohren, sondern ein orchestriertes Schwingen. Ein programmierter Lärm. Es muss daher angenommen werden, dass zwischen Ihnen und der Welt irgend ein Tonsieb eingeschaltet wurde, ein Hörapparat eben. [...] Ich habe Sie schon gebeten gehabt, nicht viel von meinen Einsichten ins Hören zu erwarten. [...] Ich bin so kurzsichtig wie Sie, weil meine Taubheit nicht tief genug ist. Auch ich, wenn ich glaube aufzuhorchen, gehorche. Das ist eben so bestellt mit der menschlichen Freiheit. Und doch meine ich, Ihnen einen kleinen Beitrag [...] geboten zu haben. Eben jenen Beitrag, den Schwerhörige dem allgemeinen Gespräch bieten können: nämlich die Aufforderung, sich die Hörapparate anzusehen.Vilém Flusser, „Hörapparate“ |
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Pensamiento antiguo versus pensamiento moderno |
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Se asume una base común y una tradición filosófica que se ofrece al historiador de la disciplina como desarrollo conceptual y una conciencia de sí mismo y del mundo bien definida.
1. He aquí la primera gran diferencia, la índole muy particular de la conciencia de sí, en la modernidad. Descartes introduce el cogito y la función del yo y la voluntad. Autoconciencia y operatividad son los rasgos de un yo que duda hasta el extremo de derruir las más preciadas certezas, reafirmándose en la mayor de ellas, en la existencia del yo autónomo y constructor del mundo.
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